Veröffentlicht am: 17. September 2026
5 Minuten Lesezeit
Ab dem 19. Oktober richten sich die Rate Limits auf GitLab.com nach dem Abonnement. Anmelden schaltet höhere Limits frei. Premium/Ultimate folgt im Januar.

GitLab.com hostet Millionen von Projekten für Teams jeder Größe, die auf eine verlässliche Plattform angewiesen sind. Die Nachfrage nach GitLab.com wächst rasant, und wir rechnen damit, dass die Plattformlast dieses Jahr um ein Vielfaches zunimmt. Planbare Limits halten GitLab.com für alle schnell, einschließlich der Automatisierungs- und Agenten-Workloads, die Teams auf der Plattform aufbauen.
Um das auch bei wachsendem Umfang zu gewährleisten, überarbeiten wir, wie Rate Limits (Obergrenzen für Anfragen pro Zeitraum) funktionieren. Ab dem 19. Oktober 2026 richten sich die Rate Limits auf GitLab.com nach der jeweiligen Abonnementstufe. Free-Konten und nicht authentifizierte Anfragen sind zuerst dran, am 19. Oktober. Premium und Ultimate folgen im Januar 2027.
Limits richten sich nach dem Abonnement. Free, Premium und Ultimate erhalten jeweils eigene Limits, angewendet pro Nutzer(in) und pro Top-Level-Gruppe. Free gilt ab dem 19. Oktober, Premium und Ultimate ab Januar 2027.
Anmelden schaltet das volle Limit frei. Für eine authentifizierte Anfrage gilt das jeweilige Abonnement weiter unten. Eine Anfrage ohne Zugangsdaten erhält 60 Anfragen pro Stunde und IP-Adresse.
Die Limits nach Abonnement sind in der Rate-Limits-Dokumentation veröffentlicht.
Für Free- und nicht authentifizierten Traffic gibt es zwei Vorschau-Fenster, am 7. und am 14. Oktober von 15:00 bis 19:00 UTC. Angemeldete Premium- und Ultimate-Anfragen sind davon nicht betroffen, da sich diese Limits erst im Januar ändern. Nicht authentifizierte Anfragen sind gedeckelt, egal woher sie kommen, auch wenn es sich um Automatisierung handelt, die ohne Zugangsdaten gegen ein bezahltes Konto läuft. Ein Vorschau-Fenster (Ingenieurinnen und Ingenieure nennen das einen Brownout) ist ein kurzes, geplantes Zeitfenster, in dem die neuen Limits aktiviert und danach wieder deaktiviert werden. Sonst ändert sich am Dienst währenddessen nichts. Der Zweck ist, einen echten Eindruck davon zu bekommen, wie sich die eigenen Workloads unter den neuen Limits verhalten, Wochen bevor sie endgültig gelten.
Die neuen Limits treten am 19. Oktober in Kraft.
Wir haben diese Limits anhand der tatsächlichen Nutzung von GitLab.com festgelegt. Fast alle Nutzer(innen) bewegen sich bereits innerhalb der neuen Limits und werden keine Änderung bemerken. Außerdem haben wir uns angesehen, was vergleichbare Plattformen erlauben. Das Free-Limit und das anonyme Kontingent entsprechen dem Branchenstandard, während Premium und Ultimate großzügiger ausfallen, auf einem Niveau, das andere Plattformen ihren Enterprise-Stufen vorbehalten oder gar nicht veröffentlichen.
Wer merkt, dass ein Limit näherrückt, sollte Anfragen authentifizieren. Meist reicht eine kleine Änderung: Ein Personal Access Token, ein OAuth-Token oder das CI/CD-Job-Token verschiebt eine Anfrage jeweils vom anonymen Kontingent von 60 Anfragen pro Stunde auf die deutlich höheren Limits des eigenen Abonnements.
Als Nächstes lohnt ein Blick darauf, wie die API aufgerufen wird. Batching, Caching und Pagination bringen viel, während Polling in kurzen, wiederholten Abständen das Kontingent schnell aufbraucht. Wird ein Limit überschritten, kommt ein HTTP 429 zurück, mit einem Retry-After-Header, der angibt, wie lange zu warten ist – ein Client, der seine eigenen Response-Header ausliest, korrigiert sich damit meist von selbst. Exponentielles Backoff erholt sich schneller als sofortiges erneutes Versuchen.
Ein Upgrade auf Premium oder Ultimate erhöht die Limits ebenfalls, pro Nutzer(in) und pro Top-Level-Gruppe.
Wer dauerhaft ein höheres Limit braucht: Wir arbeiten an einer Möglichkeit, zusätzliche Kapazität oberhalb der Standard-Limits zu erwerben. Details folgen später dieses Jahr. In diesem Fall lohnt es sich, das eigene Account-Team zu kontaktieren, oder eine E-Mail an limits@gitlab.com mit den genauen Anforderungen zu schreiben.
Diese Limits sind so gesetzt, dass kein einzelner Workload die Plattform für alle anderen verlangsamen kann. Gewöhnliche, angemeldete Arbeit ist nicht das Ziel, und für fast alle Nutzer(innen) sieht ein normaler Tag identisch aus. Durch die Oberfläche browsen, im eigenen Editor arbeiten, mit Git pushen und pullen sowie CI/CD innerhalb des eigenen Plans nutzen – all das geht genau wie bisher weiter. Manche intensive Automatisierung und ein kleiner Teil der Free-Workloads werden die neuen Obergrenzen erreichen.
Was bleibt:
Nicht vergessen: Anfragen an GitLab.com sollten authentifiziert werden, damit höhere Limits gelten.
Wie lässt sich erkennen, ob das relevant ist?
Die eigene stärkste Lastspitze lässt sich mit den veröffentlichten Limits für das jeweilige Abonnement vergleichen. Die meisten Kund(inn)en liegen nicht in der Nähe. Das schnellste Signal in der Zwischenzeit ist der RateLimit-Remaining-Header auf API-Antworten, der zeigt, wie viel vom aktuellen Zeitfenster übrig ist. Außerdem entsteht gerade eine Produktansicht, die später dieses Jahr erscheint und die eigene Nutzung im Verhältnis zu den Abonnement-Limits zeigt.
Das eigene Projekt ist öffentlich und stark frequentiert. Welche Optionen gibt es?
Drei Dinge helfen. Die Automatisierung, die das Projekt aufruft, zur Anmeldung bewegen, wodurch sie auf ihr eigenes Limit wechselt statt auf das anonyme Kontingent. Das Projekt privat schalten, falls der Traffic nicht vom eigentlich anvisierten Publikum kommt, wodurch anonyme Aufrufe komplett ausgeschlossen werden. Oder ein Upgrade auf Premium oder Ultimate für deutlich höhere Limits.
Was gilt bei Mitgliedschaft in mehreren Top-Level-Gruppen?
Das Nutzerlimit richtet sich nach der höchsten verfügbaren Abonnementstufe. Bei Mitgliedschaft in einer Ultimate-Gruppe gilt das Ultimate-Limit.
Was passiert bei Erreichen eines Limits?
Die Antwort ist 429 Too Many Requests mit RateLimit-*-Headern und einem Retry-After. Das angegebene Intervall abwarten, dann erneut versuchen.
Die eigene Integration kann sich wirklich nicht authentifizieren. Was jetzt?
Kontakt aufnehmen unter limits@gitlab.com. Es gibt legitime anonyme Muster, ein öffentliches Status-Badge ist das naheliegendste Beispiel. Bei Sorge, dass eine eigene Integration betroffen sein könnte, lohnt es sich, uns zu kontaktieren.
Gilt das auch für GitLab Self-Managed oder GitLab Dedicated?
Nein. Diese Änderung betrifft ausschließlich GitLab.com.
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